Es ist verständlich, dass die Frage, wann eigentlich das Sterben beginnt, von Patienten und Angehörigen manchmal bis zur buchstäblichen letzten Minute verdrängt wird. Starke Schwankungen zwischen "So nicht mehr weiter können" einerseits und doch noch Hoffnung haben und am Leben hängen andererseits, sind der Normalfall.
In dieser Situation Begleiter/-in in unserem ehrenamtlichen Hospizdienst zu sein, bedeutet, Menschen darin zu bestärken, ...
- ihre Ziele zu realisieren
- Bedürfnisse und Wünsche auszusprechen. Dabei werden die Vorlieben und Wertvorstellungen der Patienten selbstverständlich respektiert, auch wenn sie nicht denen der Begleiter/-innen entsprechen.
Es heißt auch, ...
- kranke und sterbende Menschen zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim zu besuchen und ihre Würde zu achten.
- kleine Handreichungen und Erledigungen durchzuführen, um Angehörige und Pflegekräfte - wenigstens zeitweise - zu entlasten
- Menschen im Umfeld des Sterbenden mit Rat- und Hilflosigkeit nicht allein zu lassen sowie Ängste und auch Hoffnungen mitzutragen